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Hassloch: Benefizkonzert der TC Big Band


TC Big Band Haßloch einmal anders: Mit einem Benefizkonzert internationaler Weihnachtslieder im „Glenn-Miller-Sound“ wollten die Musiker am Samstagabend in der Christuskirche zugunsten der Glocken des Gotteshauses einen stimmungsvollen Akzent in der kalten Jahreszeit setzen. Etwa 200 Besucher waren da, um die Akustik in den alten Mauern zu genießen.Schwungvoll mit „Sleigh Ride“ – wie eine Schlittenfahrt eben – eröffnete die 19 Mann starke TC Big Band das Konzert im besten Big Band-Sound unter Leitung von Paul Schütt, der charmant und humorvoll durch den Abend führte. Präsident Gerd Wolff hatte die Idee zum Benefizkonzert, und Pfarrer Friedrich Schmidt-Roscher appellierte an die Besucher, am Ende der Veranstaltung eine Spende für die Erneuerung der Läuteanlage der vier Glocken zu machen. Gewaltig waren schon der Einstieg der Posaunen mit Dämpfer und Schütts kraftvolle Posaunen-Soli bei „Jingle Bells“ und „Pferdegetrappel“ kam von Trompeter Uli Brückbauer. Klaus Hammelmann begeisterte auf dem Klavier, bevor Posaunen und Trompeten das Stück im „Decrescendo“ ausklingen ließen.

Im „Winter Wonder Land“ kamen gleich zu Anfang Rainer Dietz und Rainer Reneis am Saxophon mit tollen Soli rüber. Durch Mark und Bein geht es, wenn Thomas Stang die Bass-Posaune spielt. Bei „Let it Snow“ verzauberte Ernst Burger auf der Klarinette.

Weil die Jazz-Sängerin Angelika Rothert erkrankt war, wünschte Paul Schütt mit bemerkenswerten Posaunen-Soli dem Publikum „Have yourself a merry little Christmas“. Bei „Santa Claus is coming to town“ trat Schütt mit seiner Posaune wieder an ihre Stelle. Bei „The Christmas Song“ lieferte Posaunist Hannes Oechsner ebenfalls schöne Soli.

Mit dem Lied „White Christmas“, dem großen Bing Crosby-Welthit aus den 1940er Jahren, brachte Gerd Wolff gewiss das eine oder andere Herz zum Schmelzen. Für viel Stimmung sorgte das verjazzte „In der Weihnachtsbäckerei“. Das amüsanteste Lied des Abends war mit Sicherheit „Rudolph the red-nosed reindeer“. Bei der Zugabe „Auld Lang Syne“ machten die Musiker dagegen das Gefühl der Wehmut greifbar.

Bei allen Liedern wurde aber die tolle Akustik der Christuskirche deutlich. Schön war auch, dass dort die Nähe zu den Musikern gegeben ist und ihr Spiel sozusagen hautnah miterlebt werden kann. „So ein tolles Konzert muss wiederholt werden“, sagt Presbyterin Bärbel Schäfer im RHEINPFALZ-Gespräch. Nach Abzug der Auslagen verbleiben 276 Euro für die Sanierung der Glocken. (feli)

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.297
Datum: Montag, den 23. Dezember 2013
Seite: Nr.23
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_25545633'
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