Swingendes Jubiläum

Haßlocher TC Big Band verzaubert zum 30. Geburtstag ihr Publikum


Von unserem Mitarbeiter Joerg Schifferstein


Musik muss Spaß machen - dieses Gefühl sollte jede Band ihren Zuhörern vermitteln. Und das schafft die TC Big Band aus Haßloch seit genau 30 Jahren. Am Samstagabend feierte die Formation ihr Jubiläum im heimischen Haßloch mit einem Galakonzert, bei dem wie üblich der Swing im Mittelpunkt stand. Und ebenfalls wie üblich schafften es die Musiker gemeinsam mit Sängerin Angelika Rothert und Bandleader Paul Schütt, ihr Publikum mit ganz traditionellen Titeln, aber auch zahlreichen neuen Eindrücken zu verwöhnen.


Dazu gehörten ganz selbstverständlich Titel wie „In the mood", „American Patrol", oder Little brown Jug", die von der Glenn-Miller-Big-Band berühmt gemacht wurden, aber auch ganz neue Arrangements wie „Power Shower" aus der Feder von Bandleader Paul Schütt. Die Mischung macht es, und darin liegt das Erfolgsrezept der TC Big-Band. Hier kommen Laien-Musiker zusammen, die mit einem hohe Anspruch an die Unterhaltungsqualität ihrer Musik antreten, Instrumentalisten aus der semiprofessionellen Tanzmusik, aus Blasorchestern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, einer Ära zu huldigen.


Längst hat sich die Welt der Big Bands in unterschiedliche Richtungen entwickelt, Bands, die jede neue Richtung des Jazz aufgreifen, Musik um der Musik willen machen, Bands, die einen modernen Mittelweg gehen, Anleihen aus Pop und Rock in ihren Sound integrieren, immer mit der Maßgabe etwas Neues zu schaffen und eben auch Bands, denen der traditionelle Swing der 30er und 40er Jahre am Herzen liegt. Zu letzteren gehört eindeutig die TC Big Band, die sich dem Mainstream verschrieben hat, die großen Vorbildern nacheifert und diesen auch gerecht werden kann.


Als Beispiel hierfür kann „Sing, Sing, Sing" stehen, von Louis Prima komponiert, bekannt geworden durch den Klarinettisten Benny Goodman, der das Stück schon in frühen Jahren in der Carnegie-Hall in New York aufgenommen hat, von dem es aber auch aus den 80ern einen Live-Mitschnitt bei einem Konzert in Stockholm gibt. Dieser letzten Version kam die Interpretation der TC Big Band sehr nahe. Aber auch modernere Titel wie „Respekt" von Otis Redding, gesungen von Angelika Rothert, ließen wieder einmal aufhorchen. Die Sängerin bot mit großem Volumen, feinem Klang und bestechender Technik zudem ein besonderes Hörerlebnis. Angelika Rothert ist an ihrer Aufgabe in der TC Big Band deutlich gewachsen.


Zum Finale und als Zugabe gab es dann drei Klassiker am Stück, bevor die Band mit Dixieklängen, mit denen sie zu Beginn in den Saal eingezogen war, die Bühne auch wieder verließ. Donnernder Applaus, stehendes Publikum - beides hatte sich die TC Big Band nach drei Stunden toller Leistung mit viel guter Unterhaltung auch reichlich verdient.

 

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Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Mittelhaardter Rundschau
Datum: Nr.259
Datum: Dienstag, den 08. November 2005
Seite: Nr.22
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