Zeitlose Klassiker und mitreißende Rhythmen

HASSLOCH: Gelungenes Herbstkonzert der TC Big Band in der Aula des Hannah-Arendt-
Gymnasiums begeistert das Publikum

Von Felicitas Günther

 

Mit vielen Swing- und Jazz-Klassikern begeisterte die TC Big Band Haßloch bei ihrem Herbstkonzert in der Aula des Gymnasiums am Samstagabend ihr Publikum.

Einige hätten es wohl vorgezogen, mit Udo Jürgens Geburtstag zu feiern, versuchte Gerd Wolff, Präsident der
TC-Big Band, augenzwinkernd die nicht ganz so wie sonst gefüllten Reihen mit der parallel laufenden Fernsehsendung zu erklären: „Dabei ist der Jürgens viel jünger als ich.“Die sympathischen Musiker unter Dirigent Paul Schütt waren von Anfang an in Höchstform. Bei „Dobs Boogie“ und „Freckle Face“ wurden die Big-Band-Mitglieder in mitreißenden Rhythmen vorgestellt. Schöne Soli kamen unter anderem von Uli Brückbauer (Trompete), Paul Schütt (Posaune), Rainer Dietz (Altsaxophon), Hannes Hoffmann (Gitarre) und Klaus Hammelmann (Klavier). Die – wie Wolff es nennt – „Tanzmusik der heute 80-Jährigen“ hat nach wie vor ihre Fans und lässt bereits jetzt im ganzen Saal die Beine zucken.

Mit „I’ve got the world on a string“, einem Lied, das Frank Sinatra gesungen hat, stellte Jazz-Sängerin Angelika Rothert ihr Können unter Beweis. Im Duett mit Musiker Ernst Burger bei „Mercy, Mercy, Mercy“ erklomm die versierte Sängerin sämtliche Höhen. Großartig, wie die E-Gitarre Rothert imitierte und die Posaunen anschwollen. Von ihrer einfühlsamen, sanften Seite zeigte sich die Sängerin in „And the angels sing“.

Drei Instrumentalstücke vor der Pause verdienen es, besonders erwähnt zu werden: Bei dem Tony-Bennett-Song „I left my heart in San Francisco“ gab es perlende Soli auf dem Tenorsaxophon von Rainer Renneis. Äußerst kraftvolle und lupenreine Trompetensoli spielte Hartmut Ofer in „He ain’t heavy“, für die er viel Beifall bekam. Bei „Sometimes dreams come true“ verzauberte Klaus Hammelmann auf dem Klavier mit warmem Anschlag und blieb nach dem Intro im Orchester führendes Instrument. Ein „Wow!“ aus den Zuschauerreihen am Ende des Stücks hätte wohl kaum ein besseres Kompliment sein können.

Dann hatte Gerd Wolff mit dem für ihn typischen Frank-Sinatra-Hut seinen Auftritt. Mit viel Beifall und Bravorufen danken die Besucher dem über 80-Jährigen, als er mit seinem unwiderstehlichen Charme „Green, green Grass of Home“ vortrug. Nach der Pause gewann er die Herzen mit dem Klassiker „Strangers in the night“. Mit dem Instrumentalstück „Getting sentimental over you“ entließ Paul Schütt die Besucher in die Pause. Bemerkenswerte Soli auf der Posaune brachten der Bandleader und Hannes Öchner ein.

Für „My one and only love“ nach der Pause bekam Angelika Rothert Zwischenapplaus. In „Tuxedo Junction“ zeigte sie alle Facetten ihrer großartigen Jazzstimme, von leisen Tönen bis zu „bluesig-rotzigem“ Kreischen.

Uli Brückbauer begeisterte auf der Trompete mit „My Way“. Mit den Zugaben „Moonlight Serenade“ und dem von Otis Redding geschriebenen Soul Song „Respect“, den Angelika Rothert „uff Pälzisch“ einforderte, verabschiedete sich das Ensemble dann endgültig.

Quelle: Die Rheinpfalz - Mittelhaardter Rundschau - Nr. 243
Montag, den 20. Oktober 2014

 

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