Klassiker virtuos präsentiert

Hassloch: TC-Bigband präsentiert beim Herbstkonzert Perlen der Swing-Ära


Von Felicitas Günther


Wahre Begeisterungsstürme entfachte die TC Bigband unter Leitung von Paul Schütt am Samstagabend in der Aula des Hannah-Arendt-Gymnasiums bei ihrem Herbstgala-Konzert voller Dynamik und mit Swing-Musik vom Feinsten.Erst nach der dritten Zugabe entlassen die Besucher die vor Spielfreude sprühenden Musiker – und das nur widerwillig. Das Konzert klingt mit dem Stück aus, mit dem es begonnen hat –, „Dobs Boogie“, bei dem alle Instrumentengruppen gefordert werden. Da stehen die Saxophon-Spieler gemeinsam auf und spielen meisterhafte Soli, insbesondere Rainer Dietz und Rainer Renneis. Bandleader Paul Schütt, der unter anderem in den Orchestern von Paul Kuhn und Max Greger mitgewirkt hat, greift derweil zur Posaune, um ihr virtuose Tonfolgen zu entlocken.Der mittlerweile 76-jährige Klaus Hammelmann begeistert auf dem E-Piano mit perlenden Akkorden. Unglaubliche Virtuosität legen die Trompeter mit ihren Soli an den Tag, insbesondere Uli Brückbauer. Seine Fähigkeit als Sänger stellt kurzzeitig der 78-jährige Baritonsaxophonist Ernst Burger unter Beweis.

Stimmgewaltiger denn je zeigt sich Jazz-Sängerin Angelika Rothert. Neu im Repertoire ist bei den Zugaben „At last“, das Rothert – vor einem einmaligen Klarinettensound – charmant jazzig präsentiert. Mal sanft, mal kräftig erklingt die Stimme der Sängerin bei „Skyfall“ aus dem neuen, gleichnamigen James-Bond-Film. Mit viel Zwischenapplaus belohnt werden Rothert und die Band für „Route 66“, mit dem sie „Country-Flair“ verbreiten.

Mit Konzerttiteln wie „The way you look tonight“ aus dem Hollywood- Musical „Swing Time“ von 1936 und „Witchkraft“ liefern die Musiker weitere schöne Band-Stücke. Perlende Soli gelingen Rainer Dietz (Saxophon) und Hannes Oechner (Posaune) in „Don’t be that way“ von Benny Goodman. Mit Liedern wie „Why do fools fall in love“ heizt das Speyerer Frauen-Vokalensemble „Quintessenz“ unter Leitung des Haßlochers Timo Töngi dem Publikum im Saal vor und nach der Pause ein.

Nach der Pause aber präsentiert zunächst einmal der fast 80-jährige TC- Bigband-Präsident Gerd Wolff die beliebten Klassiker „Strangers in the night“ und „Blueberry Hill“. Das Orchester begeistert das Publikum dann mit „Pennsylvania 6-5000“, „Chattanooga choo choo“ und „In the mood“ als eine Hommage an Glenn Miller. Bemerkenswert sind die Soli von Trompeter Thomas Günther, unterstützt auf der Trompete von Hans-Otto Haas und Hartmut Ofer, bei „In the mood“.

Für ein harmonisches Ganzes sorgen außerdem unter anderem Robert Walter (E-Gitarre), Gerhard Herrmann (E-Bass) sowie Rainer Schneider (Schlagzeug).

 


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.255
Datum: Montag, den 04. November 2013
Seite: Nr.25
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_15906219'
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