Das Raubtier am Tenor-Saxophon

Hassloch: TC Big-Band brilliert beim Herbstkonzert


Von Ute Heene-Krein


Haßloch swingt: Und das alle Jahre wieder im November mit der TC Big-Band in der Aula des Hannah-Arendt-Gymnasiums. Bereits 1975 entstanden, erinnert heute nur noch der Name der Band an die Gründerväter vom Tennisclub Haßloch. Die Musiker kommen aus dem kurpfälzischen Raum, geprobt wird aber immer noch beim Volkschor in Haßloch.


Mit „Jumpin' at the woodside” von Count Basie startete der Schlagzeuger Rainer Schneider, schnippend ließ sich das Orchester mitreißen, gleich präsent, launig, mit gutem Tempo. Auch das Publikum war von Beginn an begeistert dabei. Gerd Wolff und Dirigent Paul Schütt führten kurzweilig durch ein Programm mit bekannten Titeln aus der Ära des Swing von Count Basie, Duke Ellington, Benny Goodman und Glenn Miller aber auch mit neueren Stücken mit Elementen aus Rock oder Funk wie „Chameleon” von Herbie Hancock oder „Frauen regieren die Welt” von Roger Cicero.


Ausdrucksstark interpretierte die Sängerin Angelika Rothert „My one and only love”, „On Broadway” und insbesondere „Respect”, auch in wortgewaltiger pfälzischer Sprache. Die Solisten brillierten: Uli Brückbauer an Flügelhorn und Trompete, Rainer Dietz am Alt-Saxophon, Fred Setzkorn am Tenorsaxophon, Robert Walter an der Gitarre, Klaus Hammelmann am Piano, Paul Schütt an der Posaune. Nur ab hätte ein bisschen weniger Lautstärke über die Mikrophone dem Charakter des jeweiligen Instrumentes gut getan.


„Stargast” des Abends war Heini Kellner: Das 85-jährige Gründungsmitglied wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Mit „Mercy Mercy” lieferte sich Kellner, Tenor-Saxophon, eine „Battle” (Schlacht) mit Ernst Burger am Bariton-Saxophon, ließ mit „Pink Panther” das Raubtier ans Tenor-Sax und zeigt bei „Yaktey Sax” und kleiner Bandbesetzung, dass die Finger das Instrument immer noch beherrschen, auch wenn die Augen nicht mehr so wollen und er sich nun eine Auszeit nimmt.


Traditionell verabschiedete sich die TC Big Band nach einem dreistündigen Konzert mit „In the Mood”. Das Publikum verlangte nach Zugaben. und „Wie durch ein Wunder haben wir noch zwei Titel dabei”, so Paul Schütt. So konnten die Zuschauer die Band mit der Solistin Angelika Rothert zum Abschluss nochmals eindrucksvoll erleben.

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.259
Datum: Dienstag, den 08. November 2011
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '8318269'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

(c) 2000 - 2017  Copyright TC Big Band                                                  Titelfoto: Holger Knecht (Pfalzfotos.de)